Impressionen und die Geschichte rund um das Maischützenfest in Bochum

7. Mai 2017


Wie gestern schon angekündigt, habe ich heute einige Impressionen des 629. Bochumer Maiabendfestes für euch. Inklusive der Geschichte. Was soll das überhaupt?
Seit 1388 gibt es das Bochumer Maiabendfest. Eine lange Tradition! Ich mag Traditionen und finde, man sollte sie durchaus pflegen. Man muss sich das ja nicht immer alles anschauen...
Jedenfalls mopsten uns böse Dortmunder Söldner damals während einer Fehde eine ganze Herde Vieh. Das ging so natürlich nicht! Wäre ja auch noch schöner. Flugs rotteten sich Bochumer Junggesellen zusammen und eroberten diese erfolgreich zurück. Graf Engelbert III., damals hiesiger Landesherr, gestattete daraufhin als kleines Dankeschön den Junggesellen, am Vorabend des 1. Mai eine junge Eiche aus den Wäldern zu holen - mit Manneskraft, versteht sich - und diese hier in der Stadt zu verkaufen. Aus diesem Erlös durften sie dann ein Fest feiern: das Maiabendfest war geboren und darf so, laut des Grafen, auf alle Zeiten gefeiert werden. Und manchmal denke ich, wenn das heute doch auch alles so einfach wäre....
Vor ein paar Jahren haben sich die Bochumer und Dortmunder übrigens endlich versöhnt! Ganz hochoffiziell ging das. Auf der Bühne. Vor Zeugen! :-) Aber ein kleiner Stachel bleibt natürlich im traditionsbewussten Bochumer Herzchen, soviel ist mal klar... 

Das Maiabendfest wurde vor ein paar Jahren "renoviert" und hat sich zu einem mehrtägigen Stadtfest gemausert. Die Bochumer lieben ihre Feste, es finden davon alljährlich jede Menge statt. Die Innenstadt steht quasi Kopf und ist dicht bevölkert, vor allem, wenn wie dieses Jahr das Wetter so gut mitspielt. Donnerstags gehts mit der offiziellen Eröffnung und Musik los. Freitag folgt unter anderem der große Zapfenstreich und man kann gemütlich über den kleinen Mittelaltermarkt schlendern. Samstag ist DER Tag und es erfolgt nach dem morgendlichen Auszug der Schützen und Gruppenn Nachmittags gegen 16 Uhr der große Einmarsch. Mit viel Tamtam und durch dicht gesäumte Straßen unter viel "Blau-Weiss" gerufe, maschieren alle wieder zurück in die Stadt, finden sich dichtgedrängt auf dem Boulevard ein und werden vom Oberbürgermeister hochherrschaftlich empfangen. Nach einer Weile zerstreut sich die Meute und es ist nur noch ein Stadtfest, abends begleitet von Musik. In diesem Jahr von Pamala Falcon und später von "Falco - die Show". Ich habe es verpasst, ich war müde :-)

Ihr habt bis hierhin durchgehalten? Respekt! Falls ihr euch nun noch fragt, ob ich das alles ernst meine, mit Schützen - Schützenfest und so, öhm, ja durchaus. Aber in der Tat nur dieses spezielle. Und eigentlich schaue ich mir auch nur den Einzug an. Denn das ist so ein wenig MEINE Tradition. Schon damals als kleines Kind, also in grauer Vorzeit, stand ich da an der Hand von Oma. Wir sind früher ein wenig mit marschiert und zum Schluss gab es Erbsensuppe mit Mettwurst aus der Gulaschkanone. Für mich ist das also pure Kindheitserinnerung und irgendwie auch ein wenig Nostalgie. Ich käme vermutlich im Leben nicht auf den Gedanken, mir woanders einen Schützenumzug anzuschauen, gg...

So, lange Rede kurzer Sinn - hier könnt ihr jetzt sehen, wovon ich rede


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