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POTTGESCHICHTEN | Sommererinnerungen

11. August 2017


Sommer 1987

Gerade mit der Schule fertig, nichts konnte uns aufhalten. Der Sommer durchwachsen wie immer in Bochum – aber wen interessierte das, wenn die Schule endlich aus war und das Leben vor uns lag?
Den Abschluss wollten wir ganz groß feiern! Mit mehreren Freunden unten an der Ruhr. Für mich etwas unbekanntes Gebiet, war ich doch eher bei Oma und Opa in Gerthe aufgewachsen und hatte meine Kindertage daher im Gysenberg und im Hiltroper Park verbracht. Trotz meines „Hauptwohnsitzes“ in der Innenstadt hatte ich bis dahin nie viel Zeit an der Ruhr verbracht…
Der Tag, den wir uns ausgesucht hatten, verwöhnte uns mit ungewohnt sommerlichen Temperaturen. Nachmittags ging es los. Mit der Bahn nach Linden. Von dort aus trabten wir bepackt mit diversen Getränken  Richtung Ruhr runter.  In der Nähe des Bahnhofes Dahlhausen ging es über eine kleine Brücke und dann rechts einen Weg entlang zur Ruhr. Immer weiter liefen wir durch die Sommerhitze. 
Die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel und um uns herum summten die Bienen. 






Heute wäre das Ufer sicher bevölkert von Familien mit Kindern oder grillwütigen Clans. An diesem Tag war aber außer uns kaum jemand zu sehen, was das Urlaubsfeeling für mich eindeutig verstärkte. 
Wir ließen uns am Rande eines abgemähten Feldes nieder und die ersten sprangen in die Fluten. Mir machte das etwas Angst, denn in der Beziehung habe ich den Mut nicht gerade gepachtet. Daher lag ich lieber gemütlich auf der Decke und unterhielt mich. Die Flasche Bier in der Hand durfte selbstverständlich nicht fehlen – auch wenn ich Bier bis heute eigentlich gar nicht mag. Aber das war wichtig. Gehörte dazu!
Später am Nachmittag zerstreute sich die Gruppe ein wenig. Einige spielten Federball oder hieß es da schon Badminton? Ich lief mit einer Freundin ein wenig am Feld entlang und wir beobachteten einige putzige Feldmäuse beim buddeln im Stroh. Über uns flogen majestätisch einige Schwäne die Ruhr hinunter. Und die Sonne brannte noch immer.

Der Tag plätscherte vor sich hin und plötzlich wurde es Abend. An Essen kann ich mich nicht mehr erinnern. Vermutlich waren uns die Getränke genug. Ganz langsam packten wir zusammen und machten uns auf den Heimweg. Stockdunkel war es aber angenehm warm. Das war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Glühwürmchen sah. Und das letzte Mal, wenn ich so darüber nachdenke.

Dieser letzte Sommer mit den Freunden aus Kinder und Jugendzeiten ist mir lange im Gedächtnis geblieben und noch heute gehe ich, wenn die Zeit es zulässt, gerne dort spazieren. Die Gegend hat sich nicht sehr  verändert und erinnert mich an unbeschwerte Zeiten.  An den Duft von frisch gemähtem Gras, an völlig sinnlose aber doch wichtige Gespräche und einfach an: SOMMER






Dreierlei Nudelsalat für die Grillparty, ein Balkon update und andere Erfreulichkeiten der Woche

22. Juli 2017

Lazy Summerdays - wie ich das liebe! Zu meinem Glück brauche ich da eigentlich nur einen lauen Sommerabend, ein gutes Buch oder eine schöne Serie auf dem Laptop und ein leckeres Getränk. Und das ganze dann gemütlich auf meinem Balkon. 
Heute mogel ich ein wenig, denn die schönen Dinge sind nicht nur von einer sondern von zwei Wochen. Ich gebe zu, nur eine Woche ist zu kurz.. wie schafft ihr das immer alles noch neben der Arbeit? Ich falle Abend in der Regel auf meine Couch oder besagten Balkon und mach nichts! Naja und das ist ja nur so mäßig spannend auf Dauer :-)


Apropos "mein kleiner Stadtbalkon"! Der gleicht so langsam einem kleinen Dschungel und ich bin ganz glücklich damit in diesem Jahr. Ich habe so manchen Abend in der letzten Woche darauf verbracht, sofern es nicht wie aus Kübeln geschüttet hat. Ich werde in der nächsten Zeit noch weitere Fotos und einen kleinen Vorher-Nachher Post schreiben. aber hier bekommt ihr schon mal einen winzigen Eindruck!


Anfang vergangener Woche gab es einen wirklich tollen Abend. Ich durfte für das Restaurant Seitenblick Bochum einen Blogger Abend (mit)organisieren. Und das war wirklich total schön. Wenn ihr mehr darüber und über das tolle Restaurant erfahren möchtet, dann schaut doch mal in den Blogpost, dort gibt es ganz viele schöne Fotos und die Geschichte des Abends.



Dann gab es einen feinen Grillabend, für den ich Salate gemacht habe. Gewünscht wurde ein Nudelsalat. Nur einen fand ich dann langweilig und habe gleich drei verschiedene gemacht. Schnell zubereitet und einfach, trotzdem habe ich euch das Rezept mitgebracht, denn manchmal benötigt man ja genau so etwas. 


Einkaufsliste:

500 g Dinkelnudeln
1 kleine Stange Lauch
1 Möhre
2 kleine Zwiebel
1 kleine Aubergine
1 kleine Zucchini
1 rote Paprika
2 gelbe Paprika
1/2 Schlangengurke
10 Cocktailtomaten
1 rote Chili
3 - 4 Scheiben geräucherte Putenbrust
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 - 3 Stängel Minze
2 - 3 Stängel glatte Petersilie
2 - 3 Stängel Koriander
1 Stängel Zitronenthymian
100 g TK Erbsen
1 Handvoll Sultaninen
2 Datteln


Für die Soßen:

Olivenöl, Sesamöl, Rapsöl
Limettensaft, Zitronensaft, Weißweinessig
Salz, Pfeffer, Ras el Hanout, 5-Gewürzepulver
Tomatenmark, Rosenpaprika, Paprika edelsüß, Cumin
Sojasoße, brauner Zucker

Zubereitung:

kocht die Nudeln nach Packungsanweisung und lasst sie abkühlen. Teilt sie nun in drei Schüsseln gleichmäßig auf.

1. Chinesischer Nudelsalat sauer-scharf (vegan)

Lauch putzen, längs halbieren und vorsichtig unter kaltem Wasser abspülen. Schräg in dünne Streifen schneiden. Die Möhre waschen, putzen und ebenfalls in schmale Streifen schneiden. Mit der roten Paprika und der Chili ebenso verfahren. Alles zu den Nudeln geben. Den Ingwer schälen und fein reiben. In ein Schraubglas 1 EL Sesamöl, 6 EL Rapsöl, 6 EL Zitronensaft (wer gerne säuerlich isst, nimmt mehr), 1 TL 5-Gewürzepulver, 1 EL Sojasoße, Salz, Pfeffer und den Ingwer füllen und kräftig schütteln. Über die Nudeln geben, alles gut vermischen und mindestens 5 Stunden durchziehen lassen. Abschmecken und gegebenenfalls noch etwas nachwürzen. Kurz vor dem Servieren den Korriander abzupfen, grob hacken und darüber geben.

2. Italienischer Nudelsalat (mit Fleisch)

1 Zwiebel und 1 gelbe Paprika putzen und fein würfeln. Die Cocktailtomaten putzen und halbieren. Die Zucchini putzen und in halbe Scheiben schneiden und in einer Pfanne mit etwas Olivenöl scharf anbraten. Sie sollten bissfest bleiben. Die Putenbrust in Streifen schneiden. Alles zu den Möhren geben.
Ein weiteres Schraubglas mit 6 EL Olivenöl, 3 EL Weißweinessig, 1 TL Tomatenmark, 1 TL braunem Zucker, Salz, Peffer, 1 Msp Rosenpaprika und 1/2 TL Paprika, edelsüß befüllen und gut schütteln. Über die Nudeln geben, alles gut vermischen und mind. 5 Stunden durchziehen lassen, Die Petersilie und den Thymian zupfen und grob hacken. Über den Nudelsalat geben und nochmals abschmecken.

3. Marokkanischer Nudelsalat (vegan)

1 Zwiebel, 1 gelbe Paprika und das Stück Schlangengurke putzen und würfeln. Die TK Erbsen kurz blanchieren. Die Datteln hacken und zusammen mit den Sultaninen und dem ganzen Gemüse zu den Nudeln geben. Die Aubergine putzen und klein würfeln. Mit 2 EL Ölivenöl in einer heißen Pfanne kross anbraten. Zu den Nudeln geben.
Wieder das bewährte Schraubglas zur Handnehmen und mit 6 EL Rapsöl, 2 - 3 EL Limettensaft, 1 TL braunem Zucker, 2 TL Ras el Hanout, 1 TL Paprikapulver, edelsüß, 1 TL Cumin (Kreuzkümmel), Salz und Pfeffer befüllen und gut schütteln. Über die Nudeln geben, alles gut vermengen und ziehen lassen. Zum Schluss die Minze zupfen, daüber geben und nochmals abschmecken.


Hört sich viel an, ist aber fix gemacht. Das meiste lässt sich schon in der Nudelkochzeit vorbereiten. Die Zutaten sind beliebig erweiterbar und die Salate eigenen sich natürlich nicht nur als Grillbeilage sondern auch ganz vorzüglich als Snack zum mitnehmen im Glas, so wie ihr es hier seht. Ich habe mir nämlich etwas von den Salaten für die nächsten Tage als Pausensnack zur Seite gestellt. Das war toll, ich musste nichts mehr vorbereiten!

Und sonst so? Was war bei euch schön diese Woche? Erzählt mal!






KULINARIA | Restaurant Seitenblick - das natürlich andere Restaurant in Bochum und was das mit einem Klassentreffen zu tun hat

16. Juli 2017

 
Dominik und ich sind schon seit fast 20 Jahren gute Freunde. In den Anfängen haben wir gefeiert als gäbe es kein Morgen, zwischendurch sahen wir uns mal etwas weniger, da jeder mit seinen eigenen Dingen zu tun hatte und die Zeit knapp war. Aber ganz aus den Augen verloren haben wir uns nie und mittlerweile sind wir beide seit Jahren selbständig und versuchen uns immer mal wieder in der knappen Freizeit zu treffen. 
Seit Anfang 2006 ist Dominik mit dem Restaurant Seitenblick in der Essener Innenstadt ansässig. In einer ruhigen Seitengasse, unweit des Grillotheaters, lässt es sich vorzüglich essen, trinken und entspannen. Mit zunehmender Beliebtheit wurde das Restaurant aber für seine Ideen (Hochzeiten, Catering, Grillen und so einiges mehr) ein wenig klein. So traf es sich ganz großartig, dass er - recht spontan wie ich zufügen möchte, ich erinnere mich, es ging fix - ein Lokal hier in Bochum fand. Seinem Geschmack entsprechend ist das Haus in schöner Umgebung im Ruhrtal gelegen, hat rustikalen Charme, einen Kamin, einen großen Aussenbereich und bietet alles, um Ideen zu verwirklichen.


Und so bin ich in recht regelmäßigen Abständen seit Ende 2015 im Restaurant Seitenblick Bochum zu Gast und lasse es mir schmecken! Im Winter ist es drinnen urgemütlich, wenn die Kerzen leuchten, der Kamin prasselt und wohlige Wäme verbreitet und die schönen alten Steinmauern im Kaminzimmer sanfte Schatten werfen.
Im Frühling und Herbst genießt man die Sonnenstrahlen am Besten auf dem Balkon, der sich im hinteren Teil des Restaurants anschließt. Von dort kann man über das Ruhrtal bis nach Hattingen und zur Burg Blankenstein blicken. 
Und im Hochsommer sitze ich am liebsten im Biergarten vor dem Restaurant, blicke auf die über 1000 Jahre alte Stiepeler Dorfkirche und höre dem Vorgelgezwitscher zu. Egal zu welcher Jahreszeit, ich habe immer ein wenig das Gefühl, ich bin in Kurzurlaub.


Anfang des Jahres schlug ich Dominik vor, einen gemütlichen Abend zu veranstalten und den ein oder anderen Foodblogger einzuladen, um das Restaurant vorzustellen, das Konzept dahinter zu präsentieren und die ein oder andere Spezialität verkosten zu lassen. Ich glaube, ich habe ihn damit ein klein wenig überfahren aber er hat mir vertraut und so habe ich mich an den Schreibtisch gesetzt, eine Einladung entworfen, geguckt wen ich zum 1. Badischen Abend als Blogger einladen könnte und halt einfach losgelegt. Dominik hat parallel einen Ablaufplan für den Abend erstellt und überlegt, was denn vielleicht spannend sein könnte und womit er seine Gäste an diesem Abend glücklich machen kann. 
Vorweg: es war ein wirklich sehr schöner und entspannter Abend, mit spannenden Infos, ganz lieben (Blogger)Gästen und leckerem Essen! 

Wir begannen den Abend direkt am Eingang unter dem Besen. Wie, Besen? Ja, am Eingang steht ein Besen. Der Besen verweist auf eine Tradition in Baden - Dominiks Heimat - die es Winzern und Weinbauern zu bestimmten Zeiten erlaubt, einen Gastrobetrieb zu eröffenen und ihre selbsterzeugten Produkte zu vermarkten. Diese saisonale Gastronomie ist unter anderem als Straußwirtschaft, Besenwirtschaft oder kurz Besen bekannt. Und daran angeleht: der Besen am Eingang des Restaurant Seitenblick, denn daran erkennt man eine geöffnete Besenwirtschaft. 
Nach und nach fanden sich die Gäste ein und es gab zur Begrüßung erstmal: Alkohol :-) Eine leichte Sommerschorle aus Schillerwein mit bitterer Limone und Minze oder alkoholfrei mit Rhabarbersaft, bitterer Limone und Minze. Sehr erfrischend und lecker. Ein paar Erklärungen zu den im Restaurant erhältlichen Weinen und Säften später und mit Blick auf den sich wieder etwas aufklarenden Himmel (über den bestellten Sonnenschein, der nicht kommen wollte, mecker ich jetzt mal nicht), zogen wir weiter.


Einmal um das Haus herum zum Grillplatz. Ein schönes Fleckchen, Kiesbedeckt mit kleiner Hütte, gemütlichen Sitzgelegenheiten, Feuerstellen und Grillequipment. Alles ist vorhanden. Ich überlege kurz, ob ich hier nicht gerne mal Geburtstag feiern möchte, das ist wirklich hübsch. Dann fällt mir ein, dass ich im Januar geboren wurde und verwerfe den Gedanken....
Auf uns wartet hier die Verkostung des hauseigenen, leckeren Brotes und einiger selbstgemachter Brotaufstriche und Dipps. Das vegane Kartoffel-Birnen-Brot ist die hauseigene Spezialität und wird täglich frisch gebacken. Es hat eine sehr knuspige Kruste, ist innen locker-weich und schmeckt mild und lecker. Leider konnte ich Dominik bisher das Rezept  nicht entlocken. Aber ich arbeite daran :-)
Neben dem ein oder anderen Gemüsebrotaufstich/Dipp, gab es Bibeliskäs. Hier würde  man dazu vermutlich Kräuterquark sagen. Bibeliskäs ist eine Spezialität aus Baden und dort weit verbreitet. 
Als Getränke durften wir uns unter anderem durch die verschiedenen Sorten Wostok Limonade probieren. Mein persönliches Highlight, denn ich kenne zwar die Limo aber habe sie merkwürdigerweise noch nie getrunken. Was hab ich da verpasst bisher! Das Kultgetränk aus Berlin mit dem nostalgischen Etiket gibt es in vielen ungewöhnlichen Geschmacksrichtungen und ist mitlerweile schon ein wenig Kult. Mein persönlicher Lieblingsgeschmack bisher: Birne-Rosmarien und Pflaume-Kardamom. ich hätte darin baden können..... hmmmm....

Ach, ich glaube, er hatte seinen Spaß mit uns :-)
Mein persönlicher Favorit!

Für die nächste Station ging es wieder einmal ums Haus, rein ins Restaurant und zur Küche. Hier war Ingo, der Koch, schon sehr fleißig und hatte für uns Flammkuchen vorbereitet. Wir schauten im über die Schulter, löcherten ihn etwas mit Fragen - leider ist auch das Rezept des Flammkuchenteigs geheim, so ein Mist aber auch - und freuten uns, gleich probieren zu dürfen. Es roch fantastisch. Vermutlich muss ich zum Flammkuchen an sich nicht viel erzählen, wir haben alle schon den ein oder anderen selbst gemacht. Spannend finde ich imemr die unterschiedlichen Beläge. Das Seitenblick bietet immer um die 20 verschiedene Flammkuchen an. Inklusive monatlich wechselnder, in der Regel saisonal belegter Flammkuchen. Im Mai/Juni gab es viel Spargel. Jetzt im Juli bietet die Karte unter anderem Flammkuchen mit Brokkoli-Sesam-Creme und verschieden Toppings (Schafskäse, Schinken etc) an. Wie lecker. An diesem Abend fand ich den Flammkuchen mit Ziegenkäse, getrockneten Tomaten und Datteln besonders toll! Dazu gab es wieder das ein oder andere Weinchen.


So langsam füllte sich der Magen und der ein oder andere näherte sich schon der Sättigungsgrenze. Allerdings waren wir noch längst nicht durch. Weiter ging es in das Kaminzimmer. Hier fanden wir einen hübsch eingedeckten Tisch vor und machten es uns erst einmal gemütlich. Wir hatten ein wenig Zeit, um uns zu unterhalten und Neuigkeiten auszutauschen. Ein wenig sind solche Abende immer wie ein Klassenausflug, vor allem, wenn die Teilnehmer regional begrenzt eingeladen sind. Man kennt sich in der Regel. Das machte den Abend dann noch einmal besonders schön. Schon kurze Zeit später gesellte sich Dominik wieder zu uns, schenkte Wein aus zur Probe (der übrigens auch direkt vor Ort im Restaurant gekauft werden kann, was ich ziemlich praktisch finde) und unser stets bereitstehender guter Geist Johnny (seines Zeichens momentan Praktikant im Seitenblick) und Koch Ingo servierten den Hauptgang: es gab ein Duett von veganer Maultasche mit Chili-Süßkartoffel Füllung und Hergottsbescheisserle (Maultasche mit Hackfleisch-Minz Füllung) auf Sommergemüse, dazu Kaffeeöl. 
Und wer sich jetzt fragt, was bitte Herrgottsbescheisserle sind bzw. warum sie so heißen: Eine Legende besagt, dass Mönche diese in der Fastenzeit erfunden haben, um das Fleisch vor dem lieben Gott zu verstecken :-) Beide Maultaschenvarianten waren sehr lecker, mir persönlich war natürlich die vegane Maultasche etwas zu scharf, denn ich bin absolut kein Chilifreund. Wer mich kennt, weiß das. Ganz großartig fand ich das Kaffeeöl, dass ich überhaupt nicht kannte. Toll!!

Sich so durch die Weine zu probieren ist eine feine Sache!

So, langsam war ich echt satt. 
Trotzdem passt selbstverständlich ein Dessert immer. Dafür gibt es doch einen extra Magen oder? Und wenn es dann noch leckeres Eis ist, von einem regionalen Anbieter aus Bochum, dann passt das erst recht. Das I am love verarbeitet zum größten Teil regionale Bio-Produkte und stellt, neben gängigen, auch recht ungewöhnliche Eissorten her. Wie toll ist bitte Einhorn-Eis? Es handelt sich dabei mitnichtem um kleingeschreddertes Pony sondern um Weiße-Schoki-Himbeereis. Hmmm.. Mein persönlicher Favorit an dem Abend war allerdings das Apfelsorbet. Göttlich!! Weiterhin gab es noch einen Minischwarzwaldbecher und einen Eierlikörbecher - beides auch ganz großartig!!

Bloggerinnen bei der Arbeit :-)

Wärend ich diesen Roman hier schreibe, stürmt es draussen, es ist stockfinster und es schüttet. Ich habe das Gefühl, es ist Oktober und die Herbststürme fangen an. Etwas doof im Juli - gab mir aber die Gelegenheit, euch in Ruhe von diesem schönen Abend zu berichten. Wenn ihr bis hier durchgehalten habt, Respekt! :-)

Ich danke ganz, ganz herzlich Dominik für den gelungenen Abend und meinen BloggerkollegInnen (unten findet ihr die Liste, wer dabei war), dass ihr Lust hattet, mit mir zusammen das Seitenblick kennen zu lernen! 

Auf den jeweiligen Seiten der beiden Restaurants findet ihr alle weiteren Informationen zu Catering, Veranstaltungen, Möglichkeiten eure Hochzeit zu feiern, den Grillplatz zu mieten etc. Weiterhin natürlich die jeweiligen Monatsspeisekarten und Infos zum wirklich ganz hervorragenden Brunch (unbedingt mal ausprobieren!!). Ferner alle Kontaktmöglichkeiten und einen Button um einen Tisch zu reservieren.






Teilnehmer:



Tine - pottlecker
Simone - leckerbox
Jana und Lars - tellerabgeleckt
Samira - veggieKochwelt

Das Restaurant Seitenblick-Bochum hat uns zu diesem Abend eingeladen. Mein ausschweifendes Geschreibsel ist meine eigene Meinung und davon unbeeinflusst! 

KULINARIA | Süßkartoffeltoast mit Salbei-Zucchini-Trauben Topping (vegan) | Sommerküche von meinem Balkon

9. Juli 2017
KULINARIA | Sommerküche | vegan and healthy | Süßkartoffeltoast mit Salbei-Zucchini-Trauben Topping | Zauberhaftwohnen.blogspot.de

Der Sommer ist in vollem Gange, mein kleiner Stadtbalkon explodiert förmlich und ich habe mittlerweile die gepflanzten Kräuter zum ersten Mal komplett abgeerntet und zum Trocknen aufgehängt. Sie werden bei mir sonst schnell zu groß, verholzen und werden unansehnlich. Da die Erde in dem kleinen Kasten recht ausgelaugt war, habe ich den Rosmarien vertrauensvoll in die Hände eines Freundes gegeben, der einen Schrebergarten besitzt (er pflanzt ihn aus, so kann er sich dort heimisch fühlen) und dafür im Gegenzug schöne junge Zucchini bekommen. Wie lecker!
Nun hatte ich aber keine Kräuter mehr auf dem Balkon, verflixt. Ich liebe es, wenn ich beim Kochen einfach drei Schritte nach draussen machen kann und bewaffnet mit einer kleinen Schere an den Balkonkräutern schnipsel... Da traf es sich ganz hervorragend, dass völlig unerwartet eine Überraschungslieferung bei mir eintraf. Im August besuche ich das Gartenbloggertreffen von Volmary Garden und freute mich jetzt im Vorfeld sehr über diese kleine Überraschung. 


Das Rezept ist daher beim Pflanzen der neuen Kräuter und mit Blick auf die frisch geerteten Zucchini entstanden und eignet sich ganz großartig für einen entspannten Abend auf dem Sommerlichen Balkon!

Es ist darüber hinaus auch noch vegan, was mir nach dem Fleischgenuß der vergangenen Wochen ganz recht kam :-)



Süßkartoffeltoast mit Salbei-Zucchini-Trauben Topping (vegan)
(1 Portion)

2 - 3 fingerdicke Scheiben Süßkartoffel, geschält
40 g TK Erbsen
150 g Zucchini, geputzt und gewürfelt
1 kl. Zwiebel, geputzt und gewürfelt
ein Handvoll kernloser Trauben, gewaschen
1 EL Kokosöl
150 ml Kokosmilch
Salz, Pfeffer, Muskat
2-3 große frische Salbeiblätter

Die Zubereitung ist denkbar einfach und schnell erledigt:

Bereitet das Gemüse wie oben genannt vor. Gebt das Kokosöl in die Pfanne und schwitzt die Zwiebel an, sie soll weich aber nicht braun werden. Fügt nun die Zucchini hinzu und lasst sie ein paar Minuten mit schmurgeln. In noch gefrorenem Zustund fügt ihr jetzt die Erbsen hinzu, salzt und pfeffert alles und gießt die Kokosmilch an. Deckt die Pfanne ab und lasst alles für ca. 10 min schmoren.
In dieser Zeit toastet ihr die Süßkartoffelscheiben. Je nach Dicke der Scheiben und Stärke des Toasters müsst ihr die Taste 2 - 3 x herunterdrücken. Bei mir waren es 2 x auf voller Stufe und 1 x noch kurz. Das müsst ihr ein wenig austesten. Lieber einmal mehr als den Toaster zu hoch stellen, sonst verbrennt ihr die äußere Schicht.
Nun schneidet ihr den gewaschenen Salbei in dünne Streifen und gebt ihn zusammen mit den Trauben in die Pfanne. Mit Muskat und ggf. noch etwas Salz kräftig abschmecken. 
Legt die getoasteten Süßkartoffelscheiben auf einen großen Teller und gebt die Zucchini darüber. Wenn ihr Salbei sehr gerne mögt, steht einem Topping von frischen Salbeistreifen nichts im Wege - mir ist das aber zu viel. Der Salbei ist so für mich dominant genug und genau richtig. 


Dazu schmeckt ganz hervorragend ein kühler Rivaner!

Guten Appetit!


Ich schicke das Rezept zu meiner lieben Blogowski Kollegin Franzi - dem Laubenhausmädchen. Sie hat vor kurzem eine tolle Blogparade gestartet


Schaut dort dochmal vorbei - mit der Zeit findet ihr dort bestimmt großartige Rezepte! 



Danke an Volmary und Emsa für die gelungene Überraschung!